Ein geeignetes Mittel zur Identifizierung der geeigneten Kandidaten für eine zu besetzende Stelle sind strukturierte Interviews. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Dennoch nutzen fast ausnahmslos große Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern strukturierte Prozesse im Recruiting. Kleine Unternehmen haben hier noch Nachholbedarf.

Unstrukturierte Interviews – was bedeutet das?

In unstrukturierten Interviews liegt kein einheitlicher Gesprächsleitfaden vor. Zum einen werden den Kandidaten unterschiedliche Fragen gestellt und zum anderen gibt es keinen vordefinierten Bewertungsmaßstab für die Antworten. Ganz häufig handelt es sich um nette Plaudereien, aufgrund derer im Anschluss nach Sympathie und Antipathie entschieden wird. Leider wissen wir heute, dass die Erfolgsprognose solcher Einstellungsverfahren gerade mal 4% beträgt. Mit anderen Worten, wenn Sie stattdessen würfelten, wäre Erfolgsquote höher.

Hochstrukturierte Interviews dagegen bieten bei richtiger Durchführung einen Zusammenhang von nahezu 33% mit dem Berufserfolg.

Schauen Sie doch mal hier rein: Professor Kanning erklärt diesen Zusammenhang sehr anschaulich in seinem kurzen Video “Können Einstellungsinterviews schaden?